Sonntag, 3. April 2016

Ausgenockt

Es gibt so Zeiten im Leben, da sagt der Körper einem ganz deutlich: “Bis hierhin und nicht weiter!” Bei mir ist es mal wieder soweit. Eigentlich hatte ich es ja schon geahnt. Seit Anfang des Jahres gab es zu viele Projekte, Aufgaben, To-Do-Listen, die abgearbeitet werden mussten. Sowohl in der Schule, als auch Zuhause. Und eigentlich ja auch schon im ganzen letzten Jahr.

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Vieles wollte ich gerne übernehmen, bei den meisten hatte ich nicht wirklich die Wahl und einiges sah ich als meine Pflicht an. Meine größte Pflicht wäre aber gewesen, auf mich selbst aufzupassen. Und die hab ich ziemlich vernachlässigt. Ich hab mich zu sehr vernachlässigt. Seit langem bin ich mit mir und meiner Figur unzufrieden, hab Ungesundes in mich reingefuttert, weil für anderes manchmal zu wenig Zeit war und es einfach zu bequem war. Dabei hab ich mich dann auch noch nur das Nötigste bewegt. Ich hab Raubbau an meinem Körper betrieben. Wenn ich krank war, hab ich mir möglichst nicht oder nur eine kurze Auszeit gegönnt.

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Und neben dem Körperlichen hatte mich der psychische und emotionale Stress fest im Griff. Es gab Tage, da hab ich mich schon sehr ausgelaugt gefühlt und wollte meine “Auszeit” mit Freizeitstress füllen – stricken, nähen, töpfern… – sollten mir beim Entspannen helfen. Aber auch damit setzte ich mich dann zusätzlich unter Druck! “Nur noch das Teil fertig machen” – war die Devise. Die Nächte wurden immer kürzer, ich immer müder und schlapper, ich war voll drin im Teufelskreis. Ich hörte mich Sätze sagen wie: “Wenn dies rum ist, dann wird es ruhiger” Und kaum konnte ich etwas von der Liste abhaken, standen schon drei neue Sachen drauf.

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Tja, und als dann nun die Osterferien begangen, hat es mich umgehauen. Schon die letzten zwei Schultage hab ich mich mit Kopf- und Gliederschmerzen zur Schule geschleppt. Dazu kam dann heftiger Husten, Fieber und das volle Programm eines starken grippalen Infekt.

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Ich bin jemand, der echt nur schwer NICHTS tun kann, aber seit 9 Tagen tue ich genau das. Weder habe ich gekocht, noch geputzt, kein Garten, kein Papierkram, nichts. Und dabei hatte ich so vieles für die Ferien geplant. Aber es geht einfach nicht! Ich kann nicht. Mir geht es echt dreckig. Und so soll es leider wohl sein! Auch die Oma und meine Kinder hat es erwischt. Wir haben hier sozusagen ein Krankenlazarett, in dem mein Mann der einzige Nichtkranke ist und versucht, hier neben der Arbeit noch ein wenig den Haushalt zu schmeißen, der die letzte Woche schon arg gelitten hat.

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Aber auch durch solche Phasen müssen wir mal durch. Ich hatte und hab viel Zeit, zu überlegen, was wirklich wichtig ist, wie ich mich tatsächlich entlasten kann, wie ich mir selbst den Druck nehmen kann. Inwiefern ich das wirklich umsetzen kann und werde, wird die Zeit zeigen. Die wichtigste Frage, die wieder in mein Zentrum gerückt ist, ist: Wer und was tut mir gut?

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Und heute war gut für mich, dass ich meine Nase in die (wenn auch recht spärliche) Sonne gehalten habe und mit meiner kleinen (auch total verschnupften) Maus ein ausgiebiges Mittagsschläfchen gemacht habe… Bleibt gesund!

2 Kommentare:

la stella di gisela hat gesagt…

Och neee....krank sein ist einfach nur doof......ich drücke Euch mal feste die Daumen, dass es ab jetzt nur noch bergauf geht!!!
Lieben Gruß
Gisi

KLANN-INCHEN DESIGN hat gesagt…

Liebe Karo,
lass es RUHIG angehen, und hör darauf was dir dein Körper sagt!!!
Liebe Gruße und GUTE BESSERUNG, Anne