die hauen einen regelrecht aus den Latschen. Die lassen alles, was einen gerade beschäftigt, was einem wichtig ist, was einen ärgert, einfach alles belanglos und einerlei erscheinen.
Als meine Nachbarin mir die Nachricht mitteilte, dass bei ihrem Jüngsten ein Gehirntumor festgestellt wurde, der auch schon gestreut hatte. Auf einmal ist alles andere gleichgültig.
Man denkt immer, so etwas ist so fern, macht sich gar nicht bewusst, dass sich von einem auf den anderen Moment alles ändern kann. In der einen Sekunde ist noch alles in Ordnung, in der nächsten ist es egal, was einen gerade genervt, gewundert, verärgert, gefreut oder beschäftigt hat.
Auch wenn es nicht mein eigenes Kind ist, so hat es doch auch mich an dem Tag, aber auch heute noch etwas sehr aus der Bahn geworfen. Der Kleine ist der Freund unserer Kleinen, der kleine Bruder des besten Freundes unserer Großen, der Sohn supernetter Nachbarn, mit denen wir gleich einen sehr guten Draht hatten und mittlerweile gut befreundet sind, ein kleiner Sonnenschein, ein kleiner, aufgeweckter Mann… ein Mensch, die einem unheimlich wichtig geworden ist.
Unser kleiner Freund hat gestern eine Diagnose bekommen, bekommen, die Hoffnung gibt, die ein Licht am Tunnel lässt. Die aber auch erahnen lässt, welchen schweren Weg er noch vor sich hat und wie viel Kraft er und auch seine Familie noch benötigen werden.
Und so erden uns solche Nachrichten wieder, lassen uns wieder mehr auf uns selbst achten, auf das, was wichtig ist: nämlich Zeit miteinander zu verbringen und uns gegenseitig zu zeigen, wie lieb wir uns haben und wie wichtig wir uns sind!
2 Kommentare:
Oh man, das kann ich nachvollziehen, daß Dich das umhaut. Dem kleinen Mann und seiner Familie alles erdenklich Gute, viel Kraft und Durchhaltevermögen, damit alles hoffentlich wieder gut wird.
LG Bärbel
Wie wahr! <3 Schön dass es Dich gibt :-*
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